Zurück zur Übersicht
Die Expertenkommission will deutlich mehr Geld für Rechenleistung, Infrastruktur und eine lockerere Regulierung. Politisch brisant ist vor allem der Schulterschluss von Industriepolitik, Verteidigung und Digitalrecht.
Eine vom Bundeswirtschaftsministerium eingesetzte Expertenkommission dringt auf eine milliardenschwere KI-Offensive in Deutschland. Kern des Vorschlags ist ein Staatsfonds von rund 300 Milliarden Euro für den Zeitraum 2026 bis 2035.
Zusätzlich soll nach den Empfehlungen zehn Prozent der Verteidigungsausgaben für KI und andere disruptive Technologien reserviert werden. Die Kommission fordert außerdem Erleichterungen bei DSGVO, KI-Verordnung und weiteren EU-Digitalgesetzen, damit Investitionen und Umsetzung schneller vorankommen.
Der Vorstoß setzt auf staatliche Schlagkraft bei KI-Infrastruktur statt auf weitere Absichtserklärungen. Das macht ihn politisch relevant, weil er Standortpolitik, Regulierung und Sicherheit erstmals in einem gemeinsamen Rahmen zusammenzieht.
Weiterlesen
Das Bundeskanzleramt hat eine interministerielle Taskforce zur KI eingerichtet, wie Medien unter Berufung auf ein Einladungsschreiben berichten. Ziel ist eine abgestimmte Regierungsstrategie mit einem Zwischenbericht bis Ende August.
KPMG hat ein im Oktober 2025 veröffentlichtes Papier von Teilen seiner Website entfernt, nachdem eine forensische Analyse zahlreiche fehlerhafte oder offenbar erfundene Quellenverweise nachwies. Der Fall stellt Fragen zur Zuverlässigkeit von KI-gestützten Recherchen in Beratungsstudien.
Der Marktanalysebericht "State of AI 2026" von Sensor Tower weist ChatGPT Ende Mai einen Anteil von 46,4 Prozent an der weltweiten Nutzerschaft von KI‑Assistenten aus. Wettbewerber wie Google Gemini und Claude von Anthropic gewinnen deutlich an Reichweite.
Bell AI Fabric, Cohere, Hypertec und BUZZ HPC (Tochter von HIVE Digital Technologies) haben einen dreijährigen GPU-Cloud-Vertrag über rund 220 Millionen US-Dollar angekündigt. Ziel ist der Betrieb einer rein kanadischen Plattform für Cohere-Modelle im Rechenzentrum in Merritt, British Columbia.
Der Kommentarbereich wird geladen, sobald du ihn erreichst.